Backen im Advent

„Nochmal Teig“, „mehr Streusel! „, ruft es durch den warmen Raum. Wenn diese Worte zu hören sind, dann sind hier eindeutig kleine und große Bäcker am Werk. Aber nicht irgendwelche Bäcker, sondern die Kinder des Gesprächskreis Einzigartig21, die sich am ersten Adventssonntag in Irslingen im Backstüble der Familie von Sigrid und Berthold Dreher getroffen haben. Und wenn dreizehn Kinder mit Downsyndrom gemeinsam backen, ist es eine sehr fröhliche, impulsive und ausgelassene Stimmung, die sich sofort auf alle Anwesenden überträgt. Da lacht der sechsjährige Elias vor Freude, als er die bunten Streusel großflächig auf seinem Weckenmann verteilt und Jonah freut sich riesig über die Mandeln, die er zum Dekorieren auf die Füße seines Weckenmanns legt. Neben ihm nascht Laura immer wieder von den Rosinen, die eigentlich als Augen verwendet werden sollten und grinst verschmitzt in die Runde. Während die Kinder munter in der gemütlichen Backstube Teig auswellen und ihre Werke mit Hilfe ihrer Eltern auf die Backbleche legen, haben die übrigen Eltern und Geschwister nebenan Zeit zum Erzählen und somit einiges zu lachen.

Neben verschiedenen Aktionen, die auf Menschen mit Downsyndrom aufmerksam machen sollen, ist der Austausch untereinander und die gemeinsame Zeit mit allen Kindern und Geschwistern ein wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil. Nicht nur für die Eltern sind diese Treffen eine wertvolle Zeit, sondern auch für die Geschwisterkinder. Gemeinsam wird gelacht, erzählt, sich aber vor allem vorbehaltlos verstanden und sich gegenseitig unterstützt. Dass gerade unsere besonderen Kinder ein unbezahlbares Geschenk sind, darüber sind sich die Eltern des Gesprächskreis einig. Und so klingt dieser schöne Tag bei Kinderpunsch, Glühwein und Grillwürstchen mit selbstgebackenen Wecken draußen auf der Terrasse gemütlich aus.